Montag, 6. August 2018

Thema Organisation beim Nähen: Ringbuch als Modellübersicht

Ihr kennt das ja bestimmt auch. Mit den Jahren wird die Sammlung von Nähzeitschriften oder einzeln gekauften Schnittmuster als E-Book immer größer. Irgendwann fehlt einfach die Übersicht, welche Modelle einem gefallen. So war es bei mir. Wenn ich ein Neues Projekt starten wollte, musste ich alle Zeitschriften durchschauen um zu entscheiden welches Schnittmuster mir am besten gefällt. Mit der Zeit fand ich das zu aufwendig bzw. auch zu nervig.


Das Grübeln geht los

Irgendeine Lösung muss es doch geben. Also habe ich stundenlang gegrübelt, sogar Nachts im Traum 😀, wie ich alle Modelle, die mir gefallen, als geordnete Übersicht direkt zur Hand habe. Wichtig war mir, dass ich nicht nur stehen habe „Rock, Mod. 122, Burda 07/2017“ sondern auch die Modell-Zeichnung dabei ist. So fällt es mir einfacher zu entscheiden, welcher Stoff zu welchem Schnitt passt und umgekehrt.

Lösung gefunden, ab an die Umsetzung

Nun kam die Entscheidung welche Möglichkeit setze ich um bzw. ist auch auf Dauer geeignet, da die Sammlung an Schnittmustern nicht kleiner wird. Zum Glück 😀. Die erste Idee bestand darin eine Übersicht mit Modell-Zeichnung und allen Daten am Computer zu erstellen. Aber da war der Nachteil, dass bei älteren Zeitschriften, nicht mehr alle technischen Zeichnungen im Internet zu finden sind oder erst gar nicht existieren. Also musste eine neue Lösung her, die ich zum Glück gefunden habe.

In einem Schreibwarengeschäft, bei mir war es Kodi, habe ich ein kleines kariertes Ringbuch (DINA6) als Register-Kladde gefunden. Der Vorteil, das Ringbuch ist in fünf Register eingeteilt, die sich an der Seite farblich voneinander unterscheiden. So habe ich ein Register nur für Schnittmuster aus den Burda Zeitschriften, das zweite enthält alle Modelle aus der Fashion Style Serie, im dritten finde ich alle einzeln gekauften Schnittmuster und im vierten Register sind alle Modelle vom My Image eingeklebt.

Bei den meisten Nähzeitschriften gibt es den Vorteil, dass sich entweder vorne oder in der Mitte eine Übersicht der enthaltenen Modelle als Zeichnung befindet. Für meinen Zweck perfekt 😀. Denn so musste ich nur diese Seite kopieren, die Modelle ausschneiden, die mich auch wirklich ansprechen und ab ins Ringbuch kleben. Am Anfang ist das natürlich sehr zeitaufwendig, gerade dann, wenn man schon eine größere Sammlung besitzt. Aber es lohnt sich.


Kleines Fein-Tuning

Unter jeder technischen Zeichnung des Modells habe ich noch notiert, um welches Kleidungsstück es sich handelt und welche Modellnummer vergeben worden ist. Als Headline oben drüber steht noch die Zeitschrift mit der jeweiligen Ausgabe.


Sobald ein neues Projekt ansteht, brauche ich nur mein Ringbuch aufzuschlagen, schaue kurz durch und kann direkt die richtige Zeitschrift aus dem Ordner nehmen und loslegen.

Zur Verschönerung habe ich mir noch ein Deckblatt gestaltet 😀.


Was sind Eure Ideen

Wie habt Ihr euch in diesem Bereich organisiert? Ich bin gespannt. Eure Ideen könnt ihr gerne als Kommentar an diesen Post heften.

Liebe Grüße
Eure Sarina von Schnittvielfalt

Dienstag, 31. Juli 2018

Rock mit Blumenmuster und Wickel-Optik

Zeitschrift: Burda 02/2013
Schnitt: Mode. 111
Schwierigkeitsgrad: schwer
Stoffwahl: Jersey


Im Juli habe ich voller Freude und Motivation in Wuppertal den VHS-Nähkurs „Ein ganzes Wochenende zum Nähen“ besucht. Passend zum sommerlichen Wetter sollte auch das Nähprojekt sein. Vor längerer Zeit hatte ich mir im Internet diesen schönen beigen Jersey mit blauem Blumenmuster bestellt.



In meinem Ringbuch mit einer selbst gebastelten Modellübersicht, fand ich schnell den passenden Schnitt zum Stoff. Von Anfang an war klar, dass es ein Rock werden soll. Also entschied ich mich am Ende für ein Modell mit einer Wickel-Optik. Die seitlich drapierten Falten sind ein weiterer Hingucker.

Ab an die Nähmaschine

Die Vorbereitungen, wie den Stoff zuschneiden, Markierungen übertragen habe ich schon einen Tag vorher gemacht. Am Kurs-Tag nimmt so was zu viel Zeit in Anspruch.

Am ersten Kurs-Tag ging es auch schon los. In der Burda wird der Schnitt als „Easy“ vorgestellt. Bitte verlasst Euch nicht immer auf diese Angaben. Nicht immer sind diese Schnitte für Anfänger geeignet.

Zuerst wurden an beiden Rückenteile die Abnäher genäht. Anschließend konnten beide Teile an der Mittelnaht zusammen genäht werden. Das Faltenlegen ging sehr zügig und ohne Probleme, da mir die Kursleiterin genau erklärt hat, wie Burda das Faltenlegen meint. Es gibt nämlich eine elegante Variante, bei der die Falten von innen vernäht werden, sodass keine Naht außen zu sehen ist.



Laut Nähanleitung wird an der Seite (ohne Falten) ein nahtverdeckter Reißverschluss eingesetzt. Ich habe mich jedoch dagegen entschieden und oben ein Bündchen mit Gummiband eingenäht.

Erste Anprobe

Nun kam die erste Anprobe und Begutachtung im Spiegel. Zusammen mit der Kursleiterin haben wir geschaut, wo der Rock enger werden muss und uns die optimale Rocklänge überlegt die mit Stecknadeln markiert wurde. Im Spiegel konnte man sehen, dass sich der Rock nach unten hin leicht nach außen wölbte. Das konnte zum Glück schnell behoben werden, indem ich die Seiten nach unten hin ca. 4 cm enger genäht habe. Jetzt liegt er wesentlich besser am Körper an 😀.




Insgesamt habe ich für den Rock mit Vorbereitungen und dem Nähen ca. 8 Stunden gebraucht. Aufjedenfall ein Schnitt, den jeder an einem Wochenende schaffen würde.

Auf dieser Seite findet ihr noch viele andere tolle Projekte :-)
Me Made Mittwoch

Liebe Grüße
Eure Sarina von Schnittvielfalt

Freitag, 15. Juni 2018

Vorstellung der Nähzeitschrift Burda, Ausgabe 07/2018

Heute möchte ich Euch die neue Ausgabe der Nähzeitschrift Burda vorstellen. Die aktuelle Ausgabe für Juli 2018, ist am 13. Juni 2018 in den Zeitschriftenläden erschienen. Jippiii 😀.



Ich habe mir natürlich direkt ein Exemplar gesichert und möchte Euch zeigen, welche interessanten Modelle uns Burda mit der aktuellen Ausgabe präsentieren möchte. Dazu muss ich sagen, ich besitze kein Abonnement von irgendeiner Zeitschrift, sondern kaufe Sie mir, wenn es gefällt.

Welche schönen Modelle kann man nachnähen?
Wie man schon am Cover erahnen kann, beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe mit dem Hauptthema Sommermode, aber in unterschiedlichen Bereichen bzw. Stile. Burda präsentiert diesmal die Themen: Retro Delight, Gute Reise, Blau Pause, Beach Boys (Kinderbekleidung) und So Hot! (Plus Size). Für mich gelungene und interessante Themen, weshalb ich mich zum Kauf entschieden habe. Gerade auf die Bereiche Retro Delight und Gute Reise war ich sehr gespannt.

Themenübersicht der Burda
Retro Delight:
Der Retro oder auch Vintage Stil ist in der Modewelt nicht mehr wegzudenken. Dank der tollen Schnitte für Röcke, Hosen und Kleider können wir uns ein bisschen in die Zeit zurück versetzen. Besonderes Highlight finde ich den Bikini. Etwas verrückt aber auch ein Unikat.

Gute Reise:
Sommerliche Tops, Röcke und Kleider sollen mit uns auf die Reise gehen. Ein besonders schöner Schnitt ist das Kleid Mod. 106, dass durch seine vielen Möglichkeiten unterschiedlich gewickelt werden kann.

Blau Pause:
Mit Blau Pause will uns Burda zeigen, dass diese Farbe einiges kann. Egal ob für die Freizeit, oder für besondere Anlässe. Mit dieser tollen Farbe, lassen sich originelle Lieblingsstücke schneidern.

Beach Boys:
Damit unsere Kleinen und Großen auch modisch top aktuell sind, gibts in dieser Ausgabe super coole und einfache Strandbekleidung, die schnell genäht ist. Mit angesagten Tops und Shorts kann der Urlaub kommen.

Hot Plus:
Sexy aber auch alltags- und bürofreundlich sind die aktuellen Schnitte, die jede Rundung einer Frau positiv in in Szene setzt. Da werden die Männer staunen.

Modellübersicht der Burda 04/2018
Laut Modellübersicht bekommen wir mit der Zeitschrift insgesamt 35 Modelle, davon 6 Kleider, 7 Oberteile, 5 Röcke/Hosenröcke, 1 Bikini, 3 Overall/Hosen, 8 Plusmode und 5 Kinderbekleidung. Das hört sich doch schon mal gut an 😀.





Süße Leckereien aus Wassermelone
In der aktuellen Burda, sollen uns nicht nur die schönen Modelle zum Nähen animieren, sondern es wird auch für unser leibliches Wohl gesorgt, indem wir mit Wassermelone sommerliche Leckereien zaubern können. Vorallem die kleinen Cupcakes haben mich sofort verzaubert und sehen dabei auch noch süß und schmackhaft aus. Auf jeden Tisch ein Hingucker.



Mein persönliches Fazit
Die aktuelle Ausgabe der Burda gefällt mir sehr gut. Gerade in den Bereichen Retro Delight und Gute Reise sind sehr schöne Schnitte dabei, egal ob für Zuhause, im Urlaub oder im Büro. Aber auch die Plus Size Modelle sind nicht zu verachten. Mal schauen, welche Schnitt ist zuerst ausprobiere.

Eure Meinung?
Jetzt bin ich auf Eure Meinung gespannt. Wie gefällt Euch die aktuelle Burda?


Liebe Grüße
Eure Sarina von Schnittvielfalt

Mittwoch, 13. Juni 2018

13. Juni 2018: Heute ist "Tag der Nähmaschine"

Der 13. Juni 2018 ist ein ganz besonderer Tag, denn heute feiern wir unsere Nähmaschinen. Ihr habt richtig gelesen, heute ist "Tag der Nähmaschine".

Und als kleines Geschenk bekommt meine Gritzner Tipmatic nicht nur eine frische Ölung 😀, sondern auch einen kleinen Kuchen.



Einige fragen sich wahrscheinlich jetzt, "Warum einen Tag für die Nähmaschine?". Der Grund ist ganz einfach. Die erste arbeitsfähige Nähmaschine wurde für Schuhmacher entwickelt und war noch ganz aus Holz. Entwickelt und gebaut wurde die Nähmaschine 1790 vom Engländer Thomas Saint. Damals ließ er seinen Entwurf direkt patentieren.



Wie sieht es mit euren Nähmaschinen aus. Wie würdigt Ihr eure Maschinchen? Bin sehr gespannt.

Liebe Grüße
Eure Sarina von Schnittvielfalt

Montag, 11. Juni 2018

Sommerliches Leo T-Shirt mit Ärmelraffung

Zeitschrift: Burda 02/2013
Schnitt: Mode. 126
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel
Stoffwahl: Jersey


Heute möchte ich Euch mein selbst genähtes T-Shirt oder auch Raglanshirt mit Leo-Print vorstellen. Diese Prints mochte ich schon immer gerne, aber auch mir gefällt nicht unbedingt jedes Leo-Muster. Gerade jetzt bei den sommerlichen Temperaturen, liebe ich mein T-Shirt. Eins meiner Lieblingsstücke im Kleiderschrank.

Gefunden habe ich den schönen Stoff schon im März 2018, auf dem holländischen Stoffmarkt in Hannover. Es gab ihn in mehreren Farbvarianten, aber der türkis/schwarze hat mich überzeugt und keine Minute später war er bezahlt und im Stoffbeutel. Was ich genau aus dem Stoff schneidern wollte, wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht. Erstmal alle schönen Stoffe kaufen 😀.


Erst Zuhause angekommen, suchte ich in meiner Modellübersicht nach dem perfekten Schnittmuster. Da der gekaufte Stoff nur 1m lang war, habe ich mich direkt auf T-Shirts und Tops beschränkt. Am Ende der Suche habe ich mich für einen schönen Raglanschnitt als Kurzarm mit gerafften Ärmeln entscheiden. Was mir besonders an diesem Schnitt gefällt, sind die Raffungen am Ärmel. Sie geben dem Ganzen Kleidungsstück etwas Lockeres und Leichtes.

Nun kam die nächste Entscheidung. Soll ich die Ärmel und den Halsausschnitt im gleichen Stoff nähen oder lieber etwas Kontrast reinzaubern und einen schwarzen Jersey verwenden. Bei solchen Fragen kann ich mich manchmal nicht entscheiden, also habe ich einfach meinen Mann gefragt und der sagte auf Anhieb, dass er Kontrast schöner fände. Und so habe ich das T-Shirt auch genäht. Vorder- und Rückenteil aus dem Leo-Jersey, Ärmel und Halsausschnitt aus schwarzem Jersey. Den hatte ich noch als Rest in meiner Stoffbox (Glück gehabt 😀).

Das Nähen des Raglanshirt ging ratz fatz und hat vielleicht, wenn man sich Zeit lässt, einen Tag gedauert. Auch für Anfänger finde ich diesen Schnitt super geeignet. Und ich muss zugeben, dass der Kontrast mit dem schwarzen Jersey eine goldrichtige Entscheidung war.


Liebe Grüße
Eure Sarina von Schnittvielfalt